«Brigitte» will wieder Profi-Models

«Brigitte»-Titel 21/2012
«Brigitte»-Titel 21/2012
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Die Frauenzeitschrift «Brigitte» will wieder mit Profi-Modellen arbeiten. Die Aktion «Ohne Models» wird hiermit zumindest teilweise beendet. Als Gründe stehen gestiegene Produktionskosten und die Akzeptanz bei den Leserinnen im Raum.

«Ab diesem Heft werden wir immer dann mit professionellen Models arbeiten, wenn wir glauben, dass es für ein Thema oder auch das Titelbild besser passt», wird es im Editorial der am 19. September erscheinenden «Brigitte»-Ausgabe 21/2012 heissen. Hiermit werden Berichte bestätigt, nach denen die Frauenzeitschrift von ihrer publikumswirksamen Abkehr von Profi-Fotomodellen zumindest teilweise wieder abrückt.

Komplexe und Kosten

Das Vorwort der Chefredakteure Brigitte Huber und Stephan Schäfer zitiert zur Begründung Leserinnen-Reaktionen wie «Ich fühle mich manchmal von der Mode abgelenkt, wenn eine ganz normale Frau gezeigt wird. Und, ja, auch unter Druck gesetzt: Wenn die Frau von der Strasse auf den Fotos in ‹Brigitte› schon so schön aussieht, das macht einem ja Minderwertigkeitskomplexe…».

Hinter vorgehaltener Hand werden jedoch auch gestiegene Kosten als Grund für die Abkehr von Laien genannt: fehlende Unterstützung von Modelagenturen und die Unerfahrenheit der Modelle würden Dauer und Aufwand der Fotoproduktionen in die Höhe treiben, wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete.

«Ohne Models»

Der G+J-Verlag hatte im Oktober 2009 verkündet, für die «Brigitte» nur noch mit Amateur-Modellen arbeiten zu wollen (dasauge berichtete). Im Rahmen der Aktion «Ohne Models» wolle man nur noch «Frauen, die mitten im Leben stehen» zeigen. Die unter den Leserinnen rekrutierten «Ohne Models»-Kandidatinnen dürfen daher weder als Model arbeiten noch mit einer Modelagentur kooperieren.

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Kommentare

Britta Röhrchen

#1

hä… sind die Profimodels etwa billiger, weil die weniger zu essen brauchen? Arme Brigitte!

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Juliana Socher

#2

Immerhin ist in der Ausgabe ein Artikel über „Lüge und Neuanfang“. Passt!

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Brigitte Marx

#3

ich in die kaiserin von China, wenn das wirklich laienmodels waren!

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Karl Wolfgang Epple

#4

Das ist die Schelle, die die Brigitte verdient hat!

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Melanie Kolbe

#5

Was soll das denn? Die Ergebnisse der Akzeptanz bei den Leserinnen würde ich gerne mal als Studie nachlesen…

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SaJe Design

SaJe Design

#6

Lachhaft. Selbst wenn man mal davon ausgeht, dass es wirklich „Die Frauen von Nebenan“ waren, wenn man doch von vornherein schon nur Frauen zulässt die dem allgemein herrschenden Ideal des Frauenbilds entsprechen und von den Profi-Models kaum zu unterscheiden sind, dann ist der Sinn und Zweck der Aktion auch schon total für’n … Popo. Ist doch kein Wunder, dass die normale Leserin Komplexe kriegt, wenn ihr vorgegaukelt wird selbst die Frau von Nebenan sähe aus wie ein Profi und ließe sie dastehen wie eine entstellte Wachsfigur.

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Susanne Wündisch

Susanne Wündisch

#7

Ha ha das Ganze war doch eh eine riesige Farce! Wundert mich, dass alle so positiv darüber berichtet haben, dass die Brigitte keine Models mehr nimmt. Statt dessen wurden allerdings ausschließlich superschlanke, top-aussehende Frauen aus dem „normalen“ Leben genommen. Der einzige Unterschied zu vorher war nicht der Look sondern dass die Frauen sonst nicht als Models gearbeitet haben!

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Anka Ruetten

#8

Dann hört doch einfach auf, in sogenannten Frauenzeitschriften nachzulesen, was ihr angeblich für Defizite habt, wie euer Leben, euer Job, euer Beziehungsleben auszusehen hat. Ohne den Einfluss dieser Zeitschriften lebt es sich freier, unbekümmerter und zufriedener. Zum Glück gibt es auch Zeitschriften mit Inhalten, die euer Leben bereichern können.

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Astrid Döhmann

#9

schade, dann wirds wieder um einiges langweiliger…

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Kerstin Schattschneider

#11

wie doof, da haben die endlich mal was anders gemacht …tja der Kommerz lässt grüßen…

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Christine Zander

Christine Zander

#12

schade, dass die Aktion so falsch angekommen ist. Eigentlich zeigt das ganze doch nur, dass jede Frau entsprechend aufgestyled, geschminkt und Photoshop nachbearbeitet genauso rüberkommt wie Profi-Models.

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