Gegen Tonnen und stürzende Linien: DxO ViewPoint
DxO Labs hat für diesen Monat sein neues Produkt «DxO ViewPoint» angekündigt. Es ist auf die Entfernung von Verzeichnungen und stürzenden Linien spezialisiert und läuft sowohl allein als auch mit Photoshop und Lightroom.
Der französische Foto-Softwarehersteller DxO Labs hat für diesen Monat sein neues Produkt DxO ViewPoint angekündigt. Die auch als Modul für Photoshop und Lightroom laufende Anwendung ist speziell darauf ausgerichtet, Objekte in den Randbereichen von Fotos zu korrigieren und stürzende Linien in Architekturaufnahmen zu entzerren.
Tonnen und Linien
Die tonnenförmige Verzeichnung von Objekten an den Rändern von Fotos ist ein geometrischer Effekt, der insbesondere bei kurzen Brennweiten auftritt. Typischerweise fällt er vor allem bei Innenaufnahmen besonders auf. Mithilfe eines speziellen Werkzeugs soll DxO ViewPoint diesen Fehler auf einfache Weise korrigieren, um die natürlichen Proportionen von verzerrten Gesichtern und Körpern wiederherzustellen.
Perspektivische Verzerrungen entstehen durch schräge Ausrichtung der Kamera in Bezug auf die fotografierte Szene und fallen besonders bei Architekturfotos ins Auge. DxO ViewPoint korrigiert sowohl solche stürzende Linien als auch komplexere Perspektiven, für die klassischerweise Fachkameras eingesetzt werden. Hierzu werden in der Nutzeroberfläche zwei Linien gezogen, die die Anwendung parallel ausrichten soll. Im Unterschied zu den Bordmitteln von Lightroom 4 kann in der Folge auch noch eine hierbei erfolgte unerwünschte Stauchung oder Zerrung wieder ausgeglichen werden.
Jede dieser Funktionen verfügt über erweiterte Steuerelemente für Feineinstellungen, um die notwendige Präzision auch für grössere Ausdrucke zu erreichen. Manche Werkzeuge bieten zum Beispiel die Möglichkeit, die Aufnahmeposition des Fotografen in gewissen Grenzen virtuell zu verändern um die Vertikalen im Bild perfekt am Bildrand auszurichten.
Ab September
DxO ViewPoint soll noch in diesem Monat als Standalone-Anwendung und als Zusatzmodul für Adobe Photoshop (ab CS3) und Lightroom (ab 3) – jeweils für Mac und Windows – erscheinen. Es wird direkt vom Hersteller und über den Fotofachhandel für rund 80 Euro verkauft.
Ähnliche Nachrichten
- Lightroom 5 als Beta — 16.04.2013
- Adobe bringt Photoshop Lightroom 2.3 — 03.03.2009
- «Lightroom» auch für Windows — 19.07.2006
- «Lightroom»: Adobe kontert gegen Aperture — 09.01.2006
Web
Kommentare
Mit den aktuellen Bordmitteln kann man sich auch in Lightroom mittlerweile recht gut behelfen: www.youtube.com/watch?v=kVYuaaUq9eM
Separate Tools werden erst bei automatisierten Stapelverarbeitungen richtig interessant. Produkt-Infos sind dennoch immer super! :o)
oder man macht es einfach richtig, mit einer Fachkamera…
Naja, „richtig“ ist so eine Sache. Auch die Fachkamera hat eine „falsche“ Perspektive und ver/entzerrt bloß. Bei Digitalaufnahmen hat die Fachkamera also keinerlei Vorteile (wenn genug Auflösung für Manipulationen vorhanden ist) – Ausgleich von Stauchungen/Streckungen fehlen zudem völlig.
Nur wenn man ein „echtes“ Original-Negativ oder Dia braucht, gibt’s keine Alternative.

